{"id":18382,"date":"2024-12-12T00:26:49","date_gmt":"2024-12-12T00:26:49","guid":{"rendered":"https:\/\/uncav-vienna.org\/?p=18382"},"modified":"2025-02-02T22:38:24","modified_gmt":"2025-02-02T22:38:24","slug":"beziehungen-zwischen-der-republik-oesterreich-und-der-republik-tuerkiye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uncav-vienna.org\/?p=18382","title":{"rendered":"Beziehungen zwischen der Republik \u00d6sterreich und der Republik T\u00fcrkiye"},"content":{"rendered":"<p>von Hermann Kroiher<\/p>\n<h6><strong>Historische Entwicklung<\/strong><\/h6>\n<h6>Vor 101 Jahren, am 29. Oktober 1923 wurde die Republik T\u00fcrkei ausgerufen. Dieses Jubil\u00e4um bedeutet gleichzeitig auch 101 Jahre diplomatische Beziehungen zu \u00d6sterreich.<\/h6>\n<figure id=\"attachment_18383\" aria-describedby=\"caption-attachment-18383\" style=\"width: 380px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18383 size-full\" src=\"http:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/100-Jahre-Republik-Tuerkiye-Foto-\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien.png\" alt=\"\" width=\"380\" height=\"508\" srcset=\"https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/100-Jahre-Republik-Tuerkiye-Foto-\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien.png 380w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/100-Jahre-Republik-Tuerkiye-Foto-\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien-224x300.png 224w\" sizes=\"(max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18383\" class=\"wp-caption-text\">100 Jahre Republik T\u00fcrkiye Foto \u00a9 t\u00fcrkische Botschaft Wien<\/figcaption><\/figure>\n<h6>Die Republik T\u00fcrkei ist nun schon \u00fcber 100 Jahre alt. Am 29.Oktober 1923 hatte Mustafa Kemal Attat\u00fcrk die Vision eines modernen, laizistischen Vielv\u00f6lkerstaates Realit\u00e4t werden lassen, noch am selben Tag wurde er zum ersten Pr\u00e4sidenten der jungen Republik gew\u00e4hlt. Die neue Hauptstadt des Landes wird von Istanbul nach Ankara verlegt. Damit ist ein Grundsteinzur modernen demokratischen t\u00fcrkischen Republik gelegt.<\/h6>\n<h6>Als einer der Hauptakteure war er selbst zwischen 1919 und 1923 im Befreiungskrieg an der t\u00fcrkischen Nationalbewegung beteiligt. Das, was letztlich vom ehemaligen osmanischen Weltreich nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg \u00fcbrigblieb, wurde von alliierten Streitkr\u00e4ften besetzt. Die Grenzen der heutigen T\u00fcrkei wurden in den Verhandlungen zum Vertrag von Lausanne am 24.Juli 1923 definiert.<\/h6>\n<h6>Im J\u00e4nner 2024, also aus Anlass des Bestehens \u201e100 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen \u00d6sterreich und der T\u00fcrkei\u201c wurde dieses historische Datum gro\u00df auf beiden Seiten gefeiert.\u00a0 Denn am 28.J\u00e4nner 1924 wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen der Republik T\u00fcrkiye und der Republik \u00d6sterreich in Istanbul geschlossen. Allerdings reichen die geschichtlichen Beziehungen bis zum Jahr 1528 zur\u00fcck; Ferdinand I. entsandte damals zum ersten Mal einen Gesandten an den Osmanischen Sultanshof. Die Vertretung des Osmanischen Reiches am Kaiserlichen Hof in Wienbeschr\u00e4nkte sich allerdings bis Ende des 17. Jahrhunderts auf Ad-hoc-Botschafter.<\/h6>\n<h6>Die Diplomatische Akademie in Wien wurde schon 1754 von Kaiserin Maria Theresia als \u201eOrientalische Akademie\u201c, also als staatliche Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr Diplomaten gegr\u00fcndet, die insbesondere dazu beitragen sollte, die Beziehungen zum osmanischen Reich zu vertiefen; an ihr war T\u00fcrkisch\/Osmanisch als erste Fremdsprache ein Pflichtfach. Die Akademie ist damit weltweit die \u00e4lteste noch bestehende Institution ihrer Art.<\/h6>\n<h6>Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden L\u00e4ndern begannen allerdings rund 160 Jahre nach der Gr\u00fcndung des Osmanischen Reiches, also 1299. Es entsprach lediglich den Gepflogenheiten, dass bis zum Ende des Mittelalters Gesandte nur aus Gr\u00fcnden wie Kriegserkl\u00e4rungen, Friedensvertr\u00e4gen, zivilen Streitigkeiten, B\u00fcndnissen, Thronbesteigungen, Hochzeiten und Begr\u00e4bnissen zueinander geschickt wurden. Neue Herausforderungen, wie die Herausbildung des europ\u00e4ischen Staatensystems brachte ab Ende des 15. Jahrhunderts, in Anbetracht der Erfordernis einer genauen Kenntnis \u00fcber andere Staaten und der Wichtigkeit, Ma\u00dfnahmen gegen Bedrohungen zu ergreifen, die Entwicklung diplomatischer Beziehungen die Notwendigkeit einer st\u00e4ndigen Vertretung mit sich.<\/h6>\n<h6>Mit dem 1791 unterzeichneten Vertrag von Zishtovi, der den Osmanisch-\u00d6sterreichischen Krieg von 1787-1791 beendete, endete auch diehistorische Rivalit\u00e4t zwischen dem Osmanischen Reich und \u00d6sterreich.<\/h6>\n<h6>Das osmanische Reich und das Habsburgerreich verbindet eine Jahrhunderte lange wechselhafte Geschichte, einerseits gepr\u00e4gt von Auseinandersetzungen, aber auch von gegenseitiger Faszination, einem wahren \u201eOrientboom\u201c, der im 19. Jahrhundert in Europa Einzug hielt.<\/h6>\n<h6>Die Beziehungen waren lange von gegenseitigem Kampf und kriegerischen Auseinandersetzungen gepr\u00e4gt, verwandelten sich aber w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs in ein B\u00fcndnis. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpften osmanische und \u00f6sterreichische Soldaten gemeinsam an der galizischen Front. Die aus der Kaiserzeit stammenden B\u00fcndnisbeziehungen wurden mit dem 1924 zwischen T\u00fcrkiye und \u00d6sterreich unterzeichneten &#8222;Freundschaftsvertrag&#8220; neu definiert.<\/h6>\n<figure id=\"attachment_18384\" aria-describedby=\"caption-attachment-18384\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18384 size-full\" src=\"http:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Freundschaftsvertrag-veroeffentlicht-am-5.November-1924-im-BGBl.der-Republik-Oesterreich-und-am-26.Mai-1924-im-Amtsblatt-der-Republik-Tuerkiye-Foto\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Freundschaftsvertrag-veroeffentlicht-am-5.November-1924-im-BGBl.der-Republik-Oesterreich-und-am-26.Mai-1924-im-Amtsblatt-der-Republik-Tuerkiye-Foto\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien.png 800w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Freundschaftsvertrag-veroeffentlicht-am-5.November-1924-im-BGBl.der-Republik-Oesterreich-und-am-26.Mai-1924-im-Amtsblatt-der-Republik-Tuerkiye-Foto\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien-300x167.png 300w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Freundschaftsvertrag-veroeffentlicht-am-5.November-1924-im-BGBl.der-Republik-Oesterreich-und-am-26.Mai-1924-im-Amtsblatt-der-Republik-Tuerkiye-Foto\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien-768x427.png 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18384\" class=\"wp-caption-text\">Freundschaftsvertrag ver\u00f6ffentlicht am 5.November 1924 im BGBl.der Republik \u00d6sterreich und am 26.Mai 1924 im Amtsblatt der Republik T\u00fcrkiye Foto\u00a9 t\u00fcrkische Botschaft Wien<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_18385\" aria-describedby=\"caption-attachment-18385\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18385 size-full\" src=\"http:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kaiserin-Zita-und-Kaiser-Karl-zu-Besuch-im-Topkapi-Palastin-Istanbul-im-Mai-1918-Foto-\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien.png\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kaiserin-Zita-und-Kaiser-Karl-zu-Besuch-im-Topkapi-Palastin-Istanbul-im-Mai-1918-Foto-\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien.png 550w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kaiserin-Zita-und-Kaiser-Karl-zu-Besuch-im-Topkapi-Palastin-Istanbul-im-Mai-1918-Foto-\u00a9-tuerkische-Botschaft-Wien-300x221.png 300w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18385\" class=\"wp-caption-text\">Kaiserin Zita und Kaiser Karl zu Besuch im Topkapi Palastin Istanbul im Mai 1918 Foto \u00a9 t\u00fcrkische Botschaft Wien<\/figcaption><\/figure>\n<h6><strong>Zentralfriedhof<\/strong><\/h6>\n<h6>Relikte als \u201esteinerne historische Zeugen\u201c aus dieser Zeit gibt es noch auf dem Wiener Zentralfriedhof.<\/h6>\n<h6>In der Gruppe 7 liegt die t\u00fcrkische Abteilung. Die aus Spanien vertriebenen Juden kamen in die T\u00fcrkei, wo sie unter dem Schutz des Sultans standen. Durch die Kontakte w\u00e4hrend der Monarchie kamen sie auch nach \u00d6sterreich.<\/h6>\n<h6>Etliche Grabsteine erinnern an die Architektur der Alhambra, besonders hervorzuheben ist jenes in der Zeremonienallee von Jacques Menachem Elias, welches er sich schon zu Lebzeiten anfertigen lie\u00df.<\/h6>\n<h6>Der renommierte \u00f6sterreichische Milit\u00e4rhistoriker, Bgdr. Prof. Rolf Urrisk nennt auch Gr\u00e4ber t\u00fcrkischer Soldaten, darunter Kriegsgefangene, sie befinden sich in der Gruppe 91 (Kriegerfriedhof Erster Weltkrieg). Einige t\u00fcrkische Offiziere wurden ebenfalls hier beerdigt.<\/h6>\n<h6>Es gibt auch einen t\u00fcrkischen Oberleutnant au\u00dferhalb dieses Kriegerfriedhofes in einem Einzelgrab: AchmedBejFesy (1889-1918), Gruppe 25.<\/h6>\n<h6><strong>Ephesos<\/strong><\/h6>\n<h6>Seit 1893 werden, unter der Leitung des \u00f6sterreichischen Arch\u00e4ologischen Instituts, Grabungen und Forschungen in Ephesos durchgef\u00fchrt. Deren kunsthistorische Bedeutung ist angesichts der etwa zwei Millionen Besucher pro Jahr auch ein Wirtschaftsfaktor \u2013 dementsprechend wird die arch\u00e4ologische Forschung in Ephesos finanziell von Wirtschaftsunternehmen unterst\u00fctzt.<\/h6>\n<h6>Unter \u00f6sterreichischen Arch\u00e4ologieprojekten ist noch der Heroon von Trysa zu erw\u00e4hnenswert, eine einzigartige Grabanlage in Lykien, die 1841 vom Gymnasiallehrer Julius August Sch\u00f6nborn entdeckt wurde. Erst 40 Jahre sp\u00e4ter veranlasste Otto Bendorf mit der Genehmigung der t\u00fcrkischen Beh\u00f6rden, den Transport der ca. 152, urspr\u00fcnglich bemalten Reliefplatten, nach Wien. Seit 2007 finanziert das Kunsthistorische Museum in Wien ein Projekt zur Untersuchung des Heroons von Trysa.<\/h6>\n<h6><strong>St. Georgs-Kolleg in Istanbul<\/strong><\/h6>\n<h6>Zu den \u00e4ltesten Einrichtungen \u00d6sterreichs in der T\u00fcrkei geh\u00f6rt das St. Georgs-Kolleg: erstmals 1303 urkundlich erw\u00e4hnt, wurde die Kirche 1882 als Mittelpunkt eines deutschsprachigen Werkes erworben. Es entstand eine Schule f\u00fcr katholische, deutschsprachige Kinder, in die auch Kinder \u00e4rmerer Familien aufgenommen hat und in welche auch ein Waisenhaus integriert wurde. Ein deutscher Lazarist, Conrad Stroever, unterzeichnete im November 1882 den Kaufvertrag f\u00fcr St. Georg. Im Jahre 1889 wurde dann St. Georg von den \u00f6sterreichischen Lazaristen und Barmherzigen Schwestern \u00fcbernommen, welche es bis heute weiterf\u00fchren. Die St. Georgs-Schule versteht sich als Schule der Begegnung auf dem Gebiet des Bildungswesens, der Kultur und Religion, der Sprachen und des sozialen Bereiches.<\/h6>\n<h6><strong>Bilaterale Beziehungen und politische Besuche<\/strong><\/h6>\n<h6>Die Beziehungen zwischen beiden L\u00e4ndern waren in den letzten 100 Jahren friedvoll und sehr freundschaftlich. Diese spiegeln sich in der Intensit\u00e4t politischer Besuche, ausgezeichneten Wirtschaftsbeziehungen und massiven wirtschaftlichen Investitionen, sowie in vielf\u00e4ltigen kulturellen Verbindungen und Kooperationen wider.<\/h6>\n<h6>Auf hoher politischer Ebene erfolgten regelm\u00e4\u00dfige gegenseitige Besuche wie etwa auf Au\u00dfenministerebene 2018, zur weiteren positiven Entwicklung der bilateralen Beziehungen trug der Besuch von Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan bei. Er traf am 26. September 2018 den \u00f6sterreichischen Bundespr\u00e4sidenten Alexander van der Bellen und Au\u00dfenminister Mevl\u00fct \u00c7avu\u015fo\u011flu traf am 23. September 2019 am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit seinem \u00f6sterreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg zusammen.<\/h6>\n<h6>Bei seinem Besuch in T\u00fcrkiye im Mai 2024 traf der \u00f6sterreichischeAu\u00dfenminister Alexander Schallenberg mit dem t\u00fcrkischen Au\u00dfenministerHakan Fidan sowie Innenminister Ali Yerlikaya zusammen, im selben Monat besuchte die t\u00fcrkische Ministerin f\u00fcr Familie und Soziales, FrauMahinur \u00d6zdemir G\u00f6kta\u015f Wien.<\/h6>\n<h6><strong>Anwerbeabkommen von 1964<\/strong><\/h6>\n<h6>Vor 60 Jahren, am 15. Mai 1964, wurde das &#8222;Anwerbeabkommen&#8220; zwischen \u00d6sterreich und der T\u00fcrkei unterzeichnet. Es ist die Grundlage daf\u00fcr, dass es heute starke soziale und gesch\u00e4ftliche Verbindungen zwischen den beiden L\u00e4ndern gibt.<\/h6>\n<h6>Das in \u00d6sterreich allgemein als &#8222;Anwerbeabkommen&#8220; bekannt, war ein bilaterales Abkommen, das die Anwerbung t\u00fcrkischer Arbeitskr\u00e4fte erleichterte, um den Arbeitskr\u00e4ftemangel in \u00d6sterreich in einer Zeit des Wirtschaftswachstums und der Vollbesch\u00e4ftigung zu beheben. Es erm\u00f6glichte die organisierte und geregelte Migration t\u00fcrkischer Arbeitskr\u00e4fte nach \u00d6sterreich und markierte einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Arbeitsmigration zwischen \u00d6sterreich und der T\u00fcrkei.<br \/>\nDas Abkommen hatte nachhaltige Auswirkungen auf die demografische Zusammensetzung und kulturelle Vielfalt \u00d6sterreichs. In der ersten Runde 1965 starteten rund 3.100 t\u00fcrkische Staatsb\u00fcrger ihr Vorhaben in \u00d6sterreich. 1969 lebten und arbeiteten bereits rund 11.000 t\u00fcrkische Staatsangeh\u00f6rige in \u00d6sterreich. Zu diesem Zeitpunkt kam fast jeder zehnte ausl\u00e4ndische Arbeitnehmer aus der T\u00fcrkei. Anfang der 1970er Jahre wurde der h\u00f6chste j\u00e4hrliche Zuwachs mit \u00fcber 5.000 Personen verzeichnet.<br \/>\nIm Laufe der Jahre ist die t\u00fcrkische Gemeinschaft gewachsen und hat sich in allen Bereichen der \u00f6sterreichischen Gesellschaft etabliert, einschlie\u00dflich Wirtschaft, Bildung, Kultur und Politik. Heute sind viele der ehemaligen Arbeitsmigranten zu \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreichern geworden, tragen mit ihren Familienangeh\u00f6rigen und Nachkommen zur kulturellen Vielfalt und zum sozio\u00f6konomischen Gef\u00fcge \u00d6sterreichs bei und bereichern die multikulturelle Landschaft des Landes.<\/h6>\n<h6>Mittlerweile besteht die in \u00d6sterreich lebende t\u00fcrkische Gemeinschaft etwa aus 300.000 Personen, von denen etwa 180.000 die \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrgerschaft haben.<\/h6>\n<h6><strong>R\u00fcckblick von Botschafter Ceyhun<\/strong><\/h6>\n<h6>Im Rahmen eines Empfanges anl\u00e4sslich des t\u00fcrkischen Nationalfeiertages am 29.Oktober 2024 erinnerte Botschafter Ozan Ceyhun an die historische Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen und die positiven Errungenschaften, aber auch an die Herausforderungen, die noch vor uns liegen.<\/h6>\n<h6>Botschafter Ceyhun, der nach fast f\u00fcnf Jahren seine Amtszeit in Wien demn\u00e4chst beenden wird, zog eine positive Bilanz seiner T\u00e4tigkeit. Ein zentrales Anliegen war ihm die F\u00f6rderung der Bedingungen f\u00fcr die \u00f6sterreichisch-t\u00fcrkische Gemeinschaft und die weitere Intensivierung der bilateralen Beziehungenzwischen beiden L\u00e4ndern.<\/h6>\n<figure id=\"attachment_18386\" aria-describedby=\"caption-attachment-18386\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18386 size-full\" src=\"http:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/S.E.-Botschafter-Ozan-Ceyhun-mit-UNCAV-Generalsekretaer-Hermann-Kroiher-Foto-\u00a9-UNCAV.png\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/S.E.-Botschafter-Ozan-Ceyhun-mit-UNCAV-Generalsekretaer-Hermann-Kroiher-Foto-\u00a9-UNCAV.png 330w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/S.E.-Botschafter-Ozan-Ceyhun-mit-UNCAV-Generalsekretaer-Hermann-Kroiher-Foto-\u00a9-UNCAV-222x300.png 222w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18386\" class=\"wp-caption-text\">S.E. Botschafter Ozan Ceyhun mit UNCAV-Generalsekret\u00e4r Hermann Kroiher Foto \u00a9 UNCAV<\/figcaption><\/figure>\n<h6>Er dankte allen, den \u00f6sterreichischen und t\u00fcrkischen Institutionen, Unternehmen und Personen, die sich zur Intensivierung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen eingesetzt und beigetragen haben,eine neue und positive Dynamik in den bilateralenBeziehungen zwischen T\u00fcrkiye und \u00d6sterreich in Gang zu setzen.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Hermann Kroiher Historische Entwicklung Vor 101 Jahren, am 29. Oktober 1923 wurde die Republik T\u00fcrkei ausgerufen. 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