{"id":17267,"date":"2019-09-10T21:05:25","date_gmt":"2019-09-10T21:05:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.uncav-vienna.org\/?p=17267"},"modified":"2019-09-10T21:05:25","modified_gmt":"2019-09-10T21:05:25","slug":"150-jahre-wiener-staatsoper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uncav-vienna.org\/?p=17267","title":{"rendered":"150 Jahre Wiener Staatsoper"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_17269\" aria-describedby=\"caption-attachment-17269\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-17269 size-large\" src=\"http:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Jubilaumskonzert-150-Jahre-Oper-1024x758.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"592\" srcset=\"https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Jubilaumskonzert-150-Jahre-Oper-1024x758.jpg 1024w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Jubilaumskonzert-150-Jahre-Oper-300x222.jpg 300w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Jubilaumskonzert-150-Jahre-Oper-768x568.jpg 768w, https:\/\/uncav-vienna.org\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Jubilaumskonzert-150-Jahre-Oper.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-17269\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Jubil\u00e4umskonzert 150 Jahre Wiener Staatsoper \u00a9 Wiener Staatsoper, Michael P\u00f6hn<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Staatsoper in Wien \u2013 allein der Name klingt schon wie Musik. Das Haus am Ring feiert in diesem Jahr sein 150j\u00e4hriges Bestehen und aus diesem Anla\u00df hat sich die Leitung der Staatsoper\u00a0 viel vorgenommen. Man blickt ja nicht nur auf eine bewegte Vergangenheit mit vielen H\u00f6hepunkten zur\u00fcck, Tradition verpflichtet, denn schlie\u00dflich geh\u00f6rt die Wiener Staatsoper zu den f\u00fchrenden und prestigetr\u00e4chtigsten Opernh\u00e4usern der Welt.<\/p>\n<p>Am 25. Mai 1869 wurde die Er\u00f6ffnung in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth mit einer Premiere von \u201eDon Juan \u201evon Mozart gefeiert. Die verlorene Schlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz gegen Preu\u00dfen im Jahre 1866 \u00a0war noch in lebhafter Erinnerung, aber die Wiener sahen trotzdem keinen Grund, auf das Feiern zu verzichten. Kultur war damals eine Angelegenheit, die vorwiegend dem Kaiserhaus, dem Adel und der hohen Beamtenschaft vorbehalten war.<\/p>\n<p>Ein Meilenstein in der Geschichte des Hauses war sicher die Berufung von Gustav Mahler 1897 an das Operntheater. In seiner zehnj\u00e4hrigen Direktionszeit erlebte die Oper eine Bl\u00fctezeit. Er f\u00fchrte nur wenige Urauff\u00fchrungen durch, aber unter seiner Leitung entwickelte sich das Operntheater zu einem der weltweit f\u00fchrenden Opernh\u00e4user. Mahler stand f\u00fcr h\u00f6chste Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche, reformierte die Oper und vereinte in seiner Person den Dirigenten und Opernregisseur.<\/p>\n<p>In der Zeit des Nationalsozialismus kam es zum Abgang, zu Verfolgungen und Ermordungen von K\u00fcnstlern und Angestellten und f\u00fcr etliche Werke gab es ein Auff\u00fchrungsverbot.<\/p>\n<p>Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann man sofort wieder in allen Bereichen mit der Revitalisierung des Opernbetriebes. Das Opernensemble, das vorerst in die Wiener Volksoper auswich, f\u00fchrte die Proben und Auff\u00fchrungen im Theater an der Wien durch, bereits nach dem\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a01. Mai 1945 wurden die ersten Vorstellungen gegeben. Aufgrund der desolaten Zust\u00e4nde am Theater an der Wien versuchte die Direktion, finanzielle Mittel zu lukrieren, es kamen auch viele Spenden von Privatpersonen. Aber auch die Sowjets zeigten gro\u00dfes Interesse am Wiederaufbau der Oper und spendeten Baumaterial. Nach Abschlu\u00df des Staatsvertrages, am 5. November 1955, konnte die Staatsoper mit \u201eFidelio\u201c von Ludwig van Beethoven unter der Leitung von Karl B\u00f6hm neu er\u00f6ffnet werden, der damalige amerikanische Au\u00dfenminister John F. Dulles war einer von vielen prominenten Besuchern. Dieses besondere Ereignis n\u00fctze auch der ORF f\u00fcr eine seiner ersten Live\u00fcbertragungen zu einer Zeit, in der es erst ca. 800 Fernseher in ganz \u00d6sterreich gab.<\/p>\n<p>Am 12. November 2018 war die Staatsoper Schauplatz des Staatsaktes zur Hundertjahrfeier der Republik \u00d6sterreich. Im Mai 2019, also 150 Jahre nach der Er\u00f6ffnung im Jahre 1869, \u00a0war wieder ein gro\u00dfes Fest angesagt: die Oper feierte auf der Prachtstra\u00dfe am Ring und 10.000 begeisterte Zuschauer kamen, um mit dem kostenlosen Open-Air-Konzert als H\u00f6hepunkt den runden Geburtstag des Klassiktempels zu feiern.<\/p>\n<p>Die Staatsoper geh\u00f6rt mittlerweile dem ganzen Land und die \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher sind auch stolz auf \u201eihre Oper\u201c. Seit 150 Jahren ist sie eine international wichtige Institution und Angelegenheiten der Wiener Oper sind \u2013 wie in keiner anderen Stadt weltweit \u2013 immer auch \u00f6ffentliche Angelegenheiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Staatsoper hat ein Repertoiresystem: \u00fcber 50 Produktionen stehen allj\u00e4hrlich auf dem Spielplan. Daher kann das Haus zehn Monate im Jahr nahezu t\u00e4glich mit Opern bespielt werden. Somit ist es auch m\u00f6glich, da\u00df praktisch jeden Tag eine andere Auff\u00fchrung auf den Spielplan gesetzt werden kann. Das Opernhaus hat im Zuschauerraum 1.709 Sitzpl\u00e4tze und insgesamt 567 Stehpl\u00e4tze, 4 Rollstuhl- und Begleitersitze im Parkett\/Parterre, sowie 18 Rollstuhlpl\u00e4tze auf der Galerie.<\/p>\n<p>Zum Jubil\u00e4um hat die Direktion eine F\u00fclle von Veranstaltungen, Aktivit\u00e4ten und Publikationen geplant: so gab es bereits im September 2018 ein Symposium mit dem Thema \u201eGeschichte der Oper in Wien\u201c, im Dezember 2018 wurde das Auftragswerk \u201eDie Weiden\u201c uraufgef\u00fchrt, im weltweit ausgestrahlten Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2019 wurde der Pausenfilm \u201eWiener Staatsoper 1869 \u2013 2019\u201c dem Haus am Ring gewidmet.<\/p>\n<p>Aber auch bauliche Ma\u00dfnahmen wurden umgesetzt: die historischen Malereien und Stuckaturen im Vestib\u00fcl sowie im Schwindfoyer und auf der Schwind-Loggia wurden erstmals seit der Wiederer\u00f6ffnung im Jahr 1955 in mehreren Etappen umfassend restauriert.<\/p>\n<p>In Kooperation mit der Sektion f\u00fcr Kulturelle Auslandsbeziehungen im Bundesministerium f\u00fcr Europa, Integration und \u00c4u\u00dferes zeigten zahlreiche \u00d6sterreichische Kulturforen und Botschaften auf der ganzen Welt in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerinstitutionen \u00dcbertragungen aus der Wiener Staatsoper sowie bestehende Opern- und Ballettproduktionen.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4um war auch Schwerpunkt im Programm des Film Festivals auf dem Wiener Rathausplatz. Auf der 300 m2 gro\u00dfen Leinwand wurden zahlreiche gro\u00dfe Produktionen gezeigt bzw. live-zeitversetzt \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Eine umfassende Ausstellung in der Oper selbst zum Thema \u201e150 Jahre Opernhaus am Ring\u201c zeichnet noch einmal den Weg der Institution nach. Anhand von Originaldokumenten,\u00a0 Leihgaben und Momentaufnahmen werden k\u00fcnstlerische Positionen, pers\u00f6nliche Schicksale und Wegmarken des Hauses neu beleuchtet.<\/p>\n<p>Rechtzeitig zum Jubil\u00e4um erschienen auch die Prachtb\u00e4nde \u201eDas k.k. Hof-Operntheater 1869 \/ Der Wiederaufbau 1945 \u2013 1955\u201c. Der erste Band erschien zwar schon zur Er\u00f6ffnung des Hauses im Jahr 1869 in limitierter Auflage, zum Jubil\u00e4umsjahr 2019 gibt es exklusiv einen Faksimile-Nachdruck. Herausgeber ist die Wiener Staatsoper, erh\u00e4ltlich u.a. im Arcadia Opera Shop.<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit ORFEO respektive Arthaus Musik ver\u00f6ffentlicht die Wiener Staatsoper\u00a0 Spezial-Editionen wichtiger Aufnahmen auf CD bzw. DVD aus dem Haus am Ring.<\/p>\n<p>Eines ist jedenfalls sicher: die Wiener Staatsoper wird auch in Zukunft tonangebend und ein Genuss f\u00fcr alle Sinne bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sept19\/hkr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Staatsoper in Wien \u2013 allein der Name klingt schon wie Musik. 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