{"id":16439,"date":"2017-06-02T09:58:01","date_gmt":"2017-06-02T09:58:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arabtion.net\/?p=16439"},"modified":"2017-06-02T09:58:01","modified_gmt":"2017-06-02T09:58:01","slug":"uncav-vienna-osterreichische-ngo-vertreterinnen-fordern-im-rahmen-einer-pressekonferenz-klare-ziele-fur-agenda-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uncav-vienna.org\/?p=16439","title":{"rendered":"UNCAV-Vienna: \u00d6sterreichische NGO-VertreterInnen fordern im Rahmen einer Pressekonferenz klare Ziele f\u00fcr Agenda 2030"},"content":{"rendered":"<p><strong>UNCAV-Vienna: \u00d6sterreichische NGO-VertreterInnen fordern im Rahmen einer Pressekonferenz klare Ziele f\u00fcr Agenda 2030 und NFI-Richtlinie und<br \/>\nkritisieren fehlende Ambition der \u00f6sterreichischen Bundesregierung in Bezug auf die UN-Nachhaltigkeitsziele und<br \/>\ndie Messung ethischer Leistungen von Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prozess zur Umsetzung der Agenda 2030 nach dem Ministerratsbeschluss vom 12. J\u00e4nner 2016 weiter unklar<\/strong><\/p>\n<p><strong>Globale Nachhaltigkeit: \u00d6sterreich nicht auf Zielkurs<\/strong><\/p>\n<p>Agenda 2030: Nachhaltiger Stillstand bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele<\/p>\n<p>EU-Richtlinie: Riesenchance f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften bleibt ungenutzt<\/p>\n<p>Im Herbst 2015 hatten sich Vertreter von 193 UN-Staaten auf eine Agenda f\u00fcr nachhaltige Entwicklung mit 17 Zielen geeinigt. Herzst\u00fcck der Agenda sind nationale Umsetzungspl\u00e4ne und eine systematische \u00dcberpr\u00fcfung mit breiten Beteiligungsm\u00f6glichkeiten. Die nationalen Anstrengungen bilden die Basis f\u00fcr zwei weitere \u00dcberpr\u00fcfungen im Rahmen der UN. Soeben gratulierte der scheidende UN-Generalsekret\u00e4r Ban Ki-moon bei seinem Wienbesuch der Bundesregierung f\u00fcr ihr Engagement bei der Agenda 2030. NGO-VertreterInnen kritisieren dagegen, dass sie in der Realit\u00e4t seit mehr als einem Jahr eine Bestandsaufnahme durchf\u00fchre, an der Zivilgesellschaft und Wissenschaft nicht beteiligt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>L\u00e4nder wie Deutschland und Schweiz pr\u00e4sentierten bereits dieses Jahr ihre SDG Strategien auf Basis einer \u00dcberarbeitung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien. Die \u00f6sterreichische Nachhaltigkeitsstrategie stammt allerdings aus dem Jahr 2002 und eine Neuformulierung scheiterte im Jahr 2012. \u201e\u00d6sterreich steuert praktisch ohne Kompass auf rauer See, was seine Nachhaltigkeitspolitik betrifft, mit ungewissen Auswirkungen f\u00fcr die n\u00e4chste Generation\u201c, kritisiert Daniel Bacher von der Dreik\u00f6nigsaktion Hilfswerk der Katholischen Jungschar.<\/p>\n<p>Die SDGs sind eine Chance die \u00f6sterreichische Nachhaltigkeitspolitik wiederzubeleben. Daf\u00fcr braucht es allerdings eine Strategie mit konkreten Ma\u00dfnahmen, Zeitrahmen, Ressourcen, Partizipation und \u00dcberpr\u00fcfung. \u201eEin Mainstreaming der SDGs in Politikbereiche ohne erkennbare neue Ma\u00dfnahmen ist v\u00f6llig unzureichend\u201c, so Bacher.<\/p>\n<p><strong>15.12.: Nationalrat entscheidet \u00fcber Ethische Berichterstattungspflicht f\u00fcr Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>UN-Nachhaltigkeitsziel 12.6. sieht vor, dass Unternehmen \u00fcber ihre Nachhaltigkeitsstrategie und -ma\u00dfnahmen zu berichten haben. Am 15. Dezember entscheidet der \u00f6sterreichische Nationalrat \u00fcber die Umsetzung der <strong>EU-Richtlinie \u00fcber nicht-finanzielle Berichterstattung<\/strong> im so genannten \u201eNachhaltigkeits- und Diversivit\u00e4tsverbesserungsgesetz (NaDiVeG). Ab dem 1.1.2017 m\u00fcssen gro\u00dfe Unternehmen mit mehr als 500 MitarbeiterInnen nichtfinanzielle Informationen zu Umwelt-, Sozial-, Diversit\u00e4ts- und Menschenrechtsfragen offenlegen.<\/p>\n<p>Leider deutet alles darauf hin, dass der Gesetzgeber diese gro\u00dfe Chance ungenutzt verstreichen l\u00e4sst, neben der Messung des unternehmerischen Mittelerfolgs (via Finanzbilanz) endlich auch die Messung des unternehmerischen Zielerfolgs (Beitrag zum Gemeinwohl) gleich rechtsverbindlich zu regulieren. Dies w\u00e4re zu erreichen mit einer inhaltlich vorgegebenen \u201eGemeinwohl-Bilanz\u201c, die extern gepr\u00fcft und an Rechtsfolgen gekn\u00fcpft wird und f\u00fcr alle finanzbilanzpflichtigen Unternehmen gilt. \u201eEs ist h\u00f6chst an der Zeit, sozial und \u00f6kologisch verantwortungsvollen Unternehmen den Wettbewerbsnachteil, den sie aus ihren h\u00f6heren ethischen Leistungen erleiden, durch intelligente Anreize zu kompensieren\u201c, so Christian Felber von der internationalen Gemeinwohl-\u00d6konomie-Bewegung.<\/p>\n<p>Olivia Rauscher vom NPO-Institut an der WU Wien besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit der Messung und Bewertung von gesellschaftlichen Wirkungen, die Nonprofit-Organisationen und Unternehmen erzeugen. Rauscher meint dazu: \u201eEs ist unbedingt notwendig, dass\u00a0 Unternehmen neben ihrem finanziellen Erfolg auch ihre sozialen und \u00f6kologischen Wirkungen auf die Gesellschaft verpflichtend darstellen. Dazu m\u00fcssen die relevanten Themenbereiche und geeignete Methoden bzw. Indikatoren zur Wirkungsmessung im Nachhaltigkeits- und Diversivit\u00e4tsverbesserungsgesetz verankert werden. Es w\u00e4re ein weiterer wichtiger Schritt, um von einer Leistungs- in eine Wirkungsgesellschaft zu gelangen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nachhaltigkeit wieder ernst nehmen!<\/strong><\/p>\n<p>\u201e\u00d6sterreich war vor 10 Jahren Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit,\u201c sagt Fritz Hinterberger, Chef des Sustainable Europe Research Institute und Mitglied im Vorstand des Austrian Chapter des Club of Rome, \u201eals unter \u00f6sterreichischer Ratspr\u00e4sidentschaft die EU-Nachhaltigkeitsstrategie \u00fcberarbeitet wurde. Das st\u00fcnde uns auch heute wieder gut an. Die Vorgabe klarer Ziele w\u00fcrde nicht nur Umwelt und Gesellschaft zugute kommen, sondern auch der heimischen Wirtschaft. Das zeigen alle einschl\u00e4gigen Studien der letzten Jahre\u201c, so Hinterberger, \u201eWettbewerbsf\u00e4higkeit, Wachstum, Lebensqualit\u00e4t und Arbeitspl\u00e4tze sind eigentlich nur mehr in diesem Bereich zu erwarten.\u201c Die Wirtschaft braucht daf\u00fcr entsprechende Vorgaben von der Politik. NFI-Richtlinie und Agenda 2030 bieten internationale verbindliche Grundlagen, die es in \u00d6sterreich nicht nur halbherzig, sondern mutig umzusetzen gilt. (Wien, 12. Dezember 2016)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UNCAV-Vienna: \u00d6sterreichische NGO-VertreterInnen fordern im Rahmen einer Pressekonferenz klare Ziele f\u00fcr Agenda 2030 und NFI-Richtlinie und kritisieren fehlende Ambition der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16439"}],"collection":[{"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16439"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16439\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16439"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/uncav-vienna.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}